Die Filmkritik

yastreb

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Bei professionellen Filmkritiken finde ich es oft erstaunlich, aus welchen Blickwinkeln und Ebenen ein Film betrachtet wird. So werden sehr oft auch gesellschaftliche Einflüsse oder die politische Aussagekraft mit herangezogen bzw. der Autor versucht, aufgrund von Herkunft und Motivation der Vorlage und der Filmemachern etwas "herauszulesen". Dazu habe ich den Eindruck, dass in professionellen Kritiken oft sehr viel fundierter und ausgiebiger über Hintergründe recherchiert wird und man sich nicht nur rein auf sein ohnehin vorhandenes Filmwissen verlässt. Außerdem sind sie oft von hoher eloquenter Qualität (wobei es auch schon wieder lästig sein kann, wenn man jedes dritte Wort nachschlagen muss, nur um dann festzustellen, dass es ein sehr viel einfacheres Wort auch getan hätte). Von daher halte ich professionelle Kritiken durchaus für wertvoll. Auch wenn ich zugeben muss, dass ich sie kaum konsumiere, weil ich mich vor allem durch die Linksammlungvon semi-professionellen Kritikern (oder Usern) in der OFDB klicke und da mit den Jahren so meine Spezis festgemacht habe.
Dem möchte ich zustimmen. Professionelle Filmkritiken lese ich sehr gerne. Wobei ich meistens auf die Filmgazette zurückgreife. Früher habe ich die Kritiken von der Filmzentrale sehr oft gelesen. die haben leider aufgehört. Aber das Archiv, das auch nach Regisseuren gegliedert ist, kann immer noch abgerufen werden.

Außerdem lese ich noch sehr gerne den Blog von Oliver Nöding. Bei der OFDb habe ich mir auch so ein paar Favoriten ausgesucht.

Letztendlich zählt bei mir aber natürlich der persönliche Eindruck. Ich käme nie auf die Idee Filme höher zu bewerten, nur weil die von Filmjournalisten und Kritikern einhellig gelobt werden.
 

Waffler

Schadbär
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Haben wir bald alle abschreckenden Beispiele durch? Fehlt nur noch dieser Typ mit seiner Freundin, die immer im Partnerlook angezogen sind und gegenseitig ihre Sätze fertigsprechen. :ghost6bsaw:
 

TheRealNeo

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Oha, 44 Minuten. Was ist denn die Quintessenz des Videos?
Habs mal nebenher laufen lassen.
Stellen sich selbst als Experten kaum in Frage. Als Kritiker musst du ohnehin mit Journalismus oder Studium o.ä. was am Hut haben, sondern jeder kann Filmkritiker werden.
Filmkritik ist für sie auch nur Emotionen vermitteln.

Was ich von den beiden, besonderem zweiteren halte, hatte ich aber glaube ich schon an anderer Stelle erwähnt.
Wie bei Frau W. fehlt da oftmals ein Grundwissen an Filmgeschichte oder -ästhetik bzw. wird oft Halbwissen rausposaunt. Die Fan-Gemeinde schluckt das natürlich von den Göttern und verteidigt diese auch mit allen Mitteln.

P.S.: Doofste Idee der Beiden. Genre-Wertung...man kann ja keine Filme aus verschiedenen Genres nicht dieselben Punkte geben und muss sie deshalb in Genres aufteilen und damit bewerten...
 

TheRealNeo

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Viel spannender finde ich ja mittlerweile mehr Essays in Videoform. Wobei es da auch genügend 'Schrott' und Möchtegern-Werke bei YouTube gibt. Da muss man immer etwas schaufeln...
 

AshJW

Snap
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Meine Erfahrung mit professionellen Kritiken, ist, dass ich meistens zu einem anderen Ergebnis komme in meiner Bewertung. Das kann man natürlich auch als Anhaltspunkt nehmen. :37:

Zu Zeiten von CF vor vielleicht 5-10 Jahren konnte ich mich noch recht gut darauf verlassen, was von den Usern an Eindrücken gepostet wurde.
Das hat sich leider geändert, da nach meinem Empfinden inzwischen viele nur noch nach dem Haar in der Suppe suchen und gefühlt überkritisch alles auseinandergenommen wird. Darauf kann ich mich demzufolge also auch nicht mehr verlassen, wie meine Erfahrung der letzten Jahre gezeigt hat.

Hilft also alles nix, ich muss mich wieder auf mein Bauchgefühl verlassen. :zwinkern:
 

Pöser Purche

Jeder nur EIN Kreuz!
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Früher (80er/90er Jahre) hat mich das mal interessiert und ich habs auch verfolgt, aber heutzutage gar nicht mehr, keine „Profi“-Kritiken und erst recht keine Blogger oder Youtuber.
 
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