Zuletzt gesehener Film - kurzes Fazit

Onkelchen

Statist
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Der Mann, der zu viel wusste (1956) - 6/10

Zum Todestag von Doris Day habe ich mir ihren Hitchcock (Farb-) Film The Man Who Knew Too Much gegönnt, in dem sie gemeinsam mit dem damaligen Hitchcock-Standard-Mimen James Stewart (auch in Rope, Rear Window und Vertigo dabei) die Hauptrolle gab.

Mit einer Uraufführung am 30. April 1956 lief dieser Film Ende des Jahres 1956 auch bei uns in den Kinos an (im Oktober in Westdeutschland, im Dezember in Österreich).

Darf man überhaupt ein Genie wie Hitchcock und das sogar in seiner Hochzeit in den 50ern (der Film entstand in der Phase zwischen "Fenster zum Hof" und "Vertigo") kritisieren?

Schön und abwechslungsreich empfand ich den Wechsel zwischen den zwei Schauplätzen Marokko/Marrakesch (="die Perle des Südens") und England/London. Die Crime-Story entfaltet sich prächtig, als Ehepaar funktionieren die eine Sängerin gebende Doris Day und der "feine" Arzt Stewart eigentlich ganz gut. Mit dem Szenenwechsel nach England schleichen sich aber erste Längen in die Geschichte. Vor allem agiert die Polizei in London derart stümperhaft, dass das Entkommen der Attentäter aus der Kirche nur noch konstruiert wirkt. Das Ende mit der Rückkehr in die Wohnung mit den noch immer wartenden Gästen wirkt im Gegenzug derart hastig abgearbeitet, als hätte keiner der Beteiligten zum Schluss noch Bock auf den Film gehabt. Dass die "Sängerin" Day in ihrer Rolle sichtlich ganz auf das Wiedergeben von "Che Será" reduziert wird, wirkt auch eigentümlich, wie auch ihre Darbietung desselben, die sich recht bodenständig "gebellt" anhört.

Der Film ist ein Farb-Remake seines gleichnamigen Spielfilms von 1934 mit Peter Lorre in der Hauptrolle, welchen ich bislang noch nicht gesehen habe, welcher aber in den meisten Hitchcock Ranglisten vor seinem Remake geführt wird. Möglicherweise war "Hitch" während des Drehens von der Thematik auch schon gelangweilt.

Fazit: Einer der wenigen Hitchcock 50er Streifen, den ich nicht als absolute Perle werten würde.
Was das eine Erstsichtung von Dir? Als ich den Film zum ersten Mal gesehen habe, hätte ich eine ähnliche Wertung abgegeben - mittlerweile liegt er aber etwa 2 Punkte höher.

Die Kritik an den Längen kann ich nachvollziehen, aber ich habe sie mittlerweile akzeptiert bzw. sehe sie gar nicht mehr als Längen. Und die Polizei kommt bei Hitchcock häufig nicht sehr gut weg (hat wohl auch etwas mit einem Erlebnis aus seiner Kindheit zu tun, so weit ich weiß).

Plötzliche Enden sind ebenfalls nicht ganz ungewöhnlich bei Hitchcock - gibt es z.B. auch bei "Der unsichtbare Dritte" (eben noch die dramatische Szene am Mount Rushmore, und plötzlich wird zur Schlussszene im Zug geschitten). Er war wohl auch kein Fan von sich ewig hinziehenden Enden. denke ich (bei "Der Herr der Ringe: Die Rückkehr des Königs" hätte er wohl schreiend das Kino verlassen :zwinkern:).

Im Vergleich ziehe ich persönlich das Remake von 1956 vor, wobei ich das Original aber auch nicht schlechtreden möchte.
 

Onkelchen

Statist
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Bei mir gab's übrigens bis eben

In & Out

Seit etwa 10 Jahren nicht mehr gesehen und manchmal wurde ich nach einer so langen Zeit von einem Film, den ich als gut in Erinnerung hatte, auch schon enttäuscht. "In & Out" hingegen hat mich immer noch sehr gut unterhalten, auch wenn nach der Story heutzutage (glücklicherweise) kaum mehr ein Hahn krähnen würde. Die Darsteller haben sichtlich Spaß an ihren Rollen, der Film ist flott inszeniert und hat einige immer noch sehr witzige Szenen und Sprüche zu bieten.
 

Gollum

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A Royal Night - Ein königliches Vergnügen (2015): London, 1945, Kriegsende. Die Feierlichkeiten sind in vollem Gange, auf den Straßen ist die Hölle los. Die jungen Prinzessinnen Elizabeth & Margaret bekommen Ausgang & entwischen bei erstbester Gelegenheit ihren Aufpassern. Inkognito mischen sie sich unters Volk, werden getrennt & erleben eine aufregende Nacht. Flotte Komödie, die auch den Zeitgeist & die Euphorie, die geherrscht haben muss, gar nicht mal schlecht einfängt. Die 2 Prinzessinnen sind sympathisch, der Film ist beschwingt & hat Charme, ist manchmal sogar zauberhaft (wenn auch nicht so zauberhaft wie Ein Herz und eine Krone mit Prinzessin Audrey) & die Atmo ist leicht wehmütig, weil dieses nächtliche Abenteuer die Ausnahme bleiben und nicht wieder vorkommen wird, schließlich geht es danach zurück in den Palast. Toller Film. 8/10

 

Thorwalez

Nudity Rider
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The Autopsy of Jane Doe (2016; André Øvredal)
Ein Leichenbeschauer und sein Sohn bekommen in ihrem Familienbetrieb eine neue Leiche rein. Aber diese Leiche ist nicht normal. Eine seltsame Entdeckung an dem augenscheinlich unversehrten Frauenkörper jagd die nächste und der Fall wird immer rätselhafter und die beiden ansonsten nicht gerade unter Totenangst leidenden Berufsleichenfummler bekommen es langsam mit der Furcht zu zun. Zu Recht!
Eine große Überraschung für mich, da ich den Film eher aus reiner Langeweile bei Netflix angewählt habe. Sah jetzt nicht uninteressant aus und was besseres hatte ich in dem Moment auch nicht auf dem Schirm. Gut so, denn was der Regisseur von "Trollhunter" hier abliefert, ist ein Glanzstück in Sachen Mystery und Atmosphäre, wobei man hier jetzt auch nicht zu viel verraten sollte, da sich das Grauen praktisch mit mit jedem neuen unerklärlichem Merkmal nach und nach aus der ohnehin sehr beklemmenden Situation herausschält. Jedenfalls wird es richtig gruselig und man fühlt förmlich, wie die Welt von zwei Menschen in Frage gestellt wird, die es gewohnt sind, alles mit sehr sachlichen Augen zu betrachten. Dabei machen Emile Hirsch und Brian Cox einen verdammt guten Job als Vater-Sohn-Gespann. Ein sehr erfrischender Mystery-Horrorfilm, der es fertig bringt, trotz aller Subtilität richtig auf die Kacke zu hauen. 8/10

 

montana

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Green Book (USA 2018): Zwei Männer, wie sie gegensätzlicher kaum sein könnten, auf dem Weg durch den Süden der Sechziger, in dem die Rassentrennung noch Alltag ist und ein Green Book als Reiseführer dient, der die Hotels auflistet, in denen Menschen unabhängig von ihrer Hautfarbe willkommen sind. Die Konstellation mit dem Chauffeur erinnert spontan an "Driving Miss Daisy", nur ist es diesmal umgekehrt, hier ist Fahrer Tony Vallelonga ein weißer Mafia-Rausschmeißer, ein prolliger Typ mit vielen Vorurteilen, die man ihm aber nicht so wirklich übel nehmen kann, da er ein großes Herz hat. Auf der Gegenseite steht der begnadete, afroamerikanische Pianist Don Shirley, der zunächst wenig von sich preisgibt und einen regelrechten Schutzpanzer um sich herum aufgebaut hat. Natürlich bringt die Reise - eine Konzerttour - die beiden näher und es ist wirklich schön, den beiden dabei zuzusehen, wie hier langsam eine Freundschaft entsteht. Der dezente Humor, die dichte Sechziger-Atmosphäre, die stimmungsvollen Bilder und die Musik, das hätte man von Regisseur Peter Farrelly nicht unbedingt erwartet. Trotzdem hinterlässt der Film im Nachhinein einen leicht schalen Nachgeschmack. Vielleicht sind es die vielen Klischees, die hier bedient werden, vielleicht sind es die zu deutlich erkennbaren Versatzstücke aus dem Bausatz "Wie baue ich mir einen typischen Oscar-Kandidaten", vielleicht ist es aber auch einfach die Tatsache, dass man am Ende den Eindruck hat, dass hier trotz aller Political Correctness letztendlich ein weißer Mann einem schwarzen Mann erklärt, wie das Leben funktioniert. (7/10)
 

nerös

Texas Ranger
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Evilspeak (Blu-ray) 6/10

Evilspeak ist ein bisschen verworren und von den Effekten her nicht unbedingt Up to Date, selbst wenn man 1980 als Maßstab ansetzt. Da gab es damals schon bessere Schauwerte. Man denke nur an American Werewolf oder auch The Beast within. Das Finale ist ganz in Ordnung und Clint Howard als Hauptdarsteller auch mal nicht verkehrt.

Ambulance (Blu-ray) 7/10

Ambulance hat einen Wahnsinnsdrive, ist praktisch ohne Längen und ist dabei urkomisch. Ein feiner kleiner B-Film. 7/10
 

Black Smurf

Disenchanted
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Melodie der Welt (1929; Walter Ruttman)

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Zwei Jahre nach "Berlin - Sinfonie der Großstadt" hat Walter Ruttman (eigentlich als Werbefilm) ein Schiff auf einer Weltreise begleitet, verschiedene Kulturen in einem frühen Tonfilm eingefangen und das ganze nach Themen sortiert (Arbeit, Kinder, Religion,...) angeordnet.
Der choreographierte Tanz von Bildern mit Musik ist hier weniger vorhanden, da der natürliche Ton vorhanden ist und öfters keine Musik - oft ist aber auch der (und die Montage) rhythmisch.

Das Ganze ergibt einen faszinierenden Bilderbogen - so etwas wie einen Vorfahre von "Baraka". Leider nur eine gute Dreiviertelstunde lang.

8/10
 
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kippe

Vote for the Wurst!
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Melodie der Welt (1929; Walter Ruttman)

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Zwei Jahre nach "Berlin - Sinfonie der Großstadt" hat Walter Ruttman (eigentlich als Werbefilm) ein Schiff auf einer Weltreise begleitet, verschiedene Kulturen in einem frühen Tonfilm eingefangen und das ganze nach Themen sortiert (Arbeit, Kinder, Religion,...) angeordnet.
Der choreographierte Tanz von Bildern mit Musik ist hier weniger vorhanden, da der natürliche Ton vorhanden ist und öfters keine Musik - oft ist aber auch der (und die Montage) rhythmisch.

Das Ganze ergibt einen faszinierenden Bilderbogen - so etwas wie einen Vorfahre von "Baraka". Leider nur eine gute Dreiviertelstunde lang.

8/10
Von der Filmmuseum-DVD geguckt oder gibt es den mittlerweile in HD?
 

Mr.Blonde16

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Bettgeflüster (Pillow Talk)

"Die hat keinen Kater, die hat einen Puma!"

Jungfräuliche Innenausstatterin und schürzenjagender Komponist kabbeln sich per gemeinsamem Kabel...
Keine Ahnung warum es hier immer ums heiraten geht, gibt schließlich angenehmere Möglichkeiten sich das Leben zu versauen. Vermutlich kein Lieblingsfilm der MeToo-Bewegung, da sogar eine versuchte Vergewaltigung mit einem anschließenden Lokalbesuch belohnt wird, aber ansonsten würden sich Doris und Rock ja auch nicht begegnen. Ansonsten ein harmloser aber vielleicht gerade auch deswegen zeitloser Spaß. Der Running Gag mit der Geburtshilfe ist klasse und niemand steigt so komisch ungelenk in Autos ein wie Rock Hudson. Siehe Ein Goldfisch an der Angel.

7/10




Ein Pyjama für zwei (Lover Come Back)


Um einer konkurrierenden Werbefachfrau den Wind aus den Segeln zu nehmen, inszeniert ein erfolgreicher Mitkonkurrent einen Spot für ein nichtexistentes Produkt...
Hier sind nicht nur die Men Mad. Das Erfolgstrio vom Bettgeflüster startet den nächsten Angriff auf die Lachmuskeln. Für meinen Geschmack sogar erfolgreicher, wenn auch nur in einer Variation der gleichen Geschichte. Was mir bereits bei diesen beiden Filmen auffällt: Doris Day profitiert sehr von ihren männlichen Mitdarstellern, da diese die Hauptlast der komödiantischen Verwicklungen tragen, während sie den nüchternen und spießigen Gegenpol gibt. Ohne Rock Hudson, Tony Randall oder bei anderen Komödien z.B. James Garner und deren Talent diese Situationen glaubhaft und sympathisch zu spielen, wäre ihr Erfolg vielleicht etwas kleiner ausgefallen. Bliblablub, sie hatte die Jungs ja an Bord!

8/10

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Mr.Blonde16

Dahergelaufener
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Cliffhanger – Nur die Starken überleben

Traumatisierter Ex-Bergretter zur falschen Zeit am falschen Ort...
Ich könnte jetzt irgendwas von "unglaubliche Stunts in luftiger Höhe", "in den 90ern wusste man noch gute Actioner zu produzieren", "John Lithgow überzeugt lange vor Trinity als eiskalter Psychopath", "solche Filme werden heute ja nicht mehr gedreht", "Geiler Scheiß" oder ähnlichen Quatsch schreiben. Mach ich aber nicht!

8/10

 

dlh

Imitation einer Witzfigur
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Habe ich heute nach Jahren auch mal wieder gesehen. Hatte ich als "ist ganz gut" abgespeichert. Am Arsch. Ist verdammt geil. 9/10.
 
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Mr.Blonde16

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Ja, man ist solche "einfachen" und handwerklich hervorragend gemachte Filme nicht mehr gewohnt, durch den ganzen aufgeblasenen CGI-Quatsch mit einem Hauch von Nichts als Drehbuch heutzutage.

Scheiß auf Nummer Sicher!
 

bilderrahmen

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Full Eclipse



Ziemlich coole Horroraction, mit nicht überaus vielen, aber richtig geil gemachten Shootouts. Sehr blutig und mit Zeitlupe. Und für ne TV-Produktion echt hochwertig. Auch die Spannungsmomente sind gelungen, wie eh die ganze Atmosphäre. Die Action wird zwar leider in der 2. Hälfte zurückgeschraubt, aber insgesamt ein schönes, gut gemachtes B-Movie; und ein kleiner Geheimtipp.

Bin übrigens über den "Beste Actionszene-Thread" auf den Folm aufmerksam geworden. Danke bilderrahmen. :29:
Das liebe ich ja so an diesem Forum. Bekommt man immer wieder Anregungen und Tipps zu Filmen, die bisher an einem vorbeigegangen sind. :37:
Jap, die erste Hälfte ist definitiv die BESSERE... Mag aber (ansich) den ganzen Streifen. Der Score, der Anfang, Patsy Kensit, de Mario und ein paar gut inszenierte Action-Szenen...

Raushauen tut mich immer die grässliche "Morphing"-Verwandlung gen Ende... Das ist echt mega- mieeeeees...
Aber ansich (ich wiederhole) mag ich den Streifen echt gern !
 

Eric666

Mia san Meis7er!
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Cold Pursuit (2019/4K/OV/iTunes)
Ich hatte keine Ahnung, dass das ein Remake von „Kraftidioten“ ist, den ich erst vor ein paar Wochen gesehen habe. Und dann noch vom gleichen Regisseur ... warum macht man das? Auf jeden Fall stinkt der gegen das Original ganz schön ab, da wird der Ton des Originals gar nicht getroffen, die Besetzung allein ist hier viel schlechter. Da kann man mal sehen, was es ausmacht, wenn man einen grandiosen Skarsgård gegen Neeson austauscht, macht gleich den Film kaputt. Das waren für mich Welten dazwischen!:kopfschuettel:
Fällt mir schwer, das Gesehene zu bewerten, da es echt nahezu eine 1 zu 1 Kopie ist. Ich gebe mal 5/10! Aber, wer die Wahl hat, entscheidet sich bitte für das Original, wie eigentlich immer.
 

Lauter Heinerbach

Reisender in Blei
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Ja, man ist solche "einfachen" und handwerklich hervorragend gemachte Filme nicht mehr gewohnt, durch den ganzen aufgeblasenen CGI-Quatsch mit einem Hauch von Nichts als Drehbuch heutzutage.

Scheiß auf Nummer Sicher!
Vom endlosen Gequatsche, bei dem ein Film zur Therapie mutiert, ganz zu schweigen. In "Cliffhanger" läuft das alles geschmeidig: Unfall, fünf Minuten Selbstzweifel und dann anderthalb Stunden auf die Ömme. Ich habe den auch am vergangenen Wochenende zum ersten Mal seit vielen Jahren wieder gesehen und habe mein "Früher fand ich den ganz gut" zu "Alter, ist das ein geiles Brett" geändert. Ich war wirklich erstaunt, wie konsequent Harlin Vollgas gibt.
 

Gollum

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Mein Leben als Zucchini (2016): Nein, das ist kein ödes Arthousedrama, das das Leben aus der Sicht von langweiligem Gemüse zeigt, sondern ein sensationeller Animationsfilm in der Stop-Motion-Technik, der ein extrem schwieriges Thema wunderbar sanftmütig, sensibel, berührend & hoffnungsfroh umsetzt, ohne in verklärenden Kitsch abzurutschen. Genial animiert, mit liebevoll gestalteten Charakteren, die eine Tiefe offenbaren, wie sie die besten Realfilme oft nicht erreichen. Ein wunderschöner, zu Herzen gehender Geniestreich, den man einfach lieben muss. 10/10

 
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